Tomas Fernandez y Wiese, Geschäftsführer der HOSENSO GmbH
Tomas Fernandez y Wiese, Geschäftsführer der HOSENSO GmbH, stellte auf der Fachveranstaltung die Integration von Batteriespeichern in Gebäudeautomationssysteme vor und erläuterte praxisnah, wie sich Energiemanagement von Einfamilienhäusern bis zu Industrie- und Quartierslösungen skalieren lässt.
„Wenn jemand eine Wärmepumpe und einen Batteriespeicher hat, kann das System bei dynamischen Strompreisen automatisch entscheiden, wann geladen wird – ohne dass der Nutzer eingreifen muss.“
Tomas Fernandez y Wiese
Smart Building Plus: Systemoffenheit und proaktives Management
Fernandez betonte von Beginn an, dass ein nachhaltiges Energieflusssystem nur dann funktioniert, wenn es systemoffen, selbstoptimierend und netzdienlich ist. Das Ziel sei, dass Gebäude unabhängig von Fremdsystemen agieren und Energieflüsse intelligent steuern können. „Wir müssen völlig unabhängig von fremden Systemen werden und uns selbstständig optimieren können – das ist die Bedingung für ein nachhaltiges Energiemanagement.“
Besondere Bedeutung komme der Verbindung von Wärme- und Stromsystemen zu, um energieintensive Verbraucher effizient zu speisen und Lastspitzen zu reduzieren. Dieses Prinzip bildet die Grundlage des Smart Building Plus-Ansatzes, bei dem Smart Home-Funktionalität und Energiemanagementsysteme zu einer Einheit verschmelzen. „Die meisten denken, wir machen nur Smart Home-Kram. Wir fangen tatsächlich beim Einfamilienhaus an, aber unser Ansatz geht bis ins Mehrfamilienhaus, Quartiersmanagement und Nahwärmenetze."
Szenarien von Einfamilienhäusern bis Industriegebäude
Fernandez zeigte auf, dass das System vom kleinen Einfamilienhaus bis zum Mehrfamilienhaus und Industriegebäude eingesetzt werden kann. Es ermöglicht sowohl maximiertes Energiesparen als auch Kostensparen durch Lastmanagement, dynamische Strompreisreaktion und optimierte Eigenverbrauchsstrategien. „Wenn jemand eine Wärmepumpe und einen Batteriespeicher hat, kann das System bei dynamischen Strompreisen automatisch entscheiden, wann geladen wird – ohne dass der Nutzer eingreifen muss.“
Im Einfamilienhaus ermögliche das System einfache Plug-and-Play-Installationen, während es in Mehrfamilienhäusern oder Industrieanlagen komplexere Aufgaben wie Verbrauchstrennung einzelner Einheiten, zentrale oder dezentrale Speicherintegration und Quartierslastmanagement abbildet.
Fernandez betonte die Praxisnähe: Auf der E-Bor-Messe konnten Interessenten Industrieanlagen mit bis zu 640 kWp PV-Leistung und BHKW-Einsatz erleben. Das System unterstützt die Integration von Ladesäulen für den Fuhrpark und stellt sicher, dass auch bei gleichzeitiger Nutzung von Ladeinfrastruktur genügend Energie vorhanden ist. „Auch in klassischen Mehrfamilienhäusern mit Tiefgaragen funktioniert das System: Wenn alle zehn E-Autos gleichzeitig laden, steuert der Speicher die Lasten optimal.“
Investitions- und Zukunftssicherheit
HOSENSO legt großen Wert darauf, dass Systeme einfach, modular und zukunftssicher bleiben. Nutzer können entscheiden, ob sie lediglich Kosten sparen oder aktiv Energie einsparen wollen. Das System ist datenschutzkonform nach deutschen Standards (C5-Level), lokal installiert und verschlüsselt. "Energiesparen bedeutet gleichzeitig auch Kostensparen. Wenn wir alle den kleinen Schritt realisieren, haben wir schon Vorteile."
Fazit: Batteriespeicher als Schlüsseltechnologie
Tomas Fernandez machte deutlich, dass die Kombination aus Batteriespeichern, digitalem Zwilling, automatisierten Steuerungen und modularer Software ein skalierbares, intelligentes Energiemanagement ermöglicht. Sowohl private Haushalte als auch Industrieanlagen profitieren von Lastoptimierung, Eigenverbrauchsmaximierung und Netzstabilität. Die Kernbotschaft lautet: Batteriespeicher und Gebäudeautomatisierung bilden zusammen das perfekte Match, um die Energiewende auf Gebäudeebene praktisch und effizient umzusetzen.
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